Gesundheit durch Ernährung
(überarbeitet am 15.01.2008)
Im ersten Teil möchten wir einige grundsätzliche Dinge zum Thema Ernährung sagen und dabei auch klar Stellung beziehen. Der zweite Teil ist der Umsetzungsteil mit konkreten Fütterungstipps. Im dritten Teil befassen wir uns mit einigen speziellen Aspekten bei der Ernährung von Riesenrassen, wie dem Irish Wolfhound und dem Mastino Napoletano.
Teil I: Grundsätzliches zum Thema Ernährung
Zunächst ist es wichtig für uns, zu wissen, dass Hunde so genannte Carnivore sind. Das heißt sie ernähren sich auf natürlichem Weg, von in der Regel selbst getöteten Tieren.
Hunde sind Fleisch- und Aasfresser.
Ein getötetes Tier besteht außer aus Fleisch, aus anderen Substanzen. Als Nahrung verwertet der Hund außer die verschiedenen Fleischsorten auch Knorpel, Sehnen, Innereien (z.B. der viel gelobte Grüne Rinderpansen) und Fett.
Nicht gefressen werden die Knochen und die Haut. Knochen dienen auch wildlebenden Hunden und Wölfen nur als Kauspielzeug. Vom Magen- und Darminhalt werden nur die Teile gefressen, die an den Magen- und Darmwänden festhaften. Die darin befindlichen Bakterien benötigt der Hund zur Verdauung, jedoch nicht, wie früher angenommen, die vorverdaute Pflanzenkost selbst.
Die zur Verdauung benötigten Bakterien kann der Hund auch über Aas aufnehmen. Dass Hunde gerne Aas fressen, oft viel lieber als Frischfleisch, liefert uns den täglichen Beweis dafür.
Im Herbst fressen manche Wölfe und wilde Hunde etwas reifes Obst.
In den letzten 20-30 Jahren wurde Naturfutter überwiegend durch industriell hergestellte Futtermittel ersetzt. Die Folge ist, dass die so gefütterten Hunde alle mehr oder weniger krank sind.
„Man bedenke, dass der Mensch das einzige Lebewesen auf dieser Erde ist, das seine Nahrung „zerstört“ (erhitzt), bevor es sie isst, während alle anderen Lebewesen sie in unerhitztem Zustand zu sich nehmen. Deshalb finden sich auch bei den im Freien lebenden Tieren keine Erkrankungen, die den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten des Menschen entsprechen. Man kann sie aber bei Tieren künstlich erzeugen, indem man ihnen eine erhitzte bzw. industriell veränderte Nahrung verabreicht.
Dann bekommen auch sie Erkrankungen, die den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten des Menschen entsprechen.“
Dr. med. M. O. Bruker
Biologisch - Artgerechtes - Rohes - Futter (B.A.R.F)
Es ist viel über die unterschiedlichen Qualitäten und Nachteile des einen, sowie Vorteile des anderen Fertigfuttermittels geschrieben worden. Es ist aus meiner Sicht nicht entscheidend, ob ein industriell hergestelltes Futtermittel:
- dieses oder jenes Fleisch enthält
- dieses oder jenes Getreide enthält
- ob frisch geschlachtete Tiere verwendet werden, oder ob sie aus der Tierkörperverwertung sind
- ob die Futtertiere stark mit Medikamenten belastet wurden oder wenig
- viel oder wenig Konservierungsstoffe enthält
Diese Dinge spielen alle eine gewisse, aber nicht die wirklich entscheidende Rolle.
Entscheidend dafür, ob ihr Hund:
- gesund bis ins hohe Alter ist und
- nach kurzer altersbedingter Schwäche stirbt, ohne die letzten Jahre seines Lebens zu leiden,
- nie krank ist und nie einen Tierarzt kennen lernen muss,
ist, dass er roh, das heißt mit nicht erhitzten, unveränderten natürlichen Lebensmittel ernährt wird.
Industriell hergestellte Futtermittel sind durchweg durch Erhitzen haltbar und verdaulich gemacht. Erhitzen zerstört jedoch jedes Lebensmittel weitgehend. Ganz überwiegend das Erhitzen der Nahrung ist für Krankheit und Siechtum von Mensch und Tier verantwortlich. In der Natur gibt es praktisch keine Krankheit (mit Ausnahme von Krankheit aufgrund von Verletzungen). Es gibt nur Leben oder Tod. Ein Tier, das längere Zeit krank wäre, würde sterben, da es sich nicht mehr ernähren könnte. Die Natur sieht Krankheit nicht vor und sie "befällt" auch weder Menschen noch Tiere, die sich nicht von bereits erhitzter, toter und denaturierter Nahrung, "am Leben halten".
Warum ist das Erhitzen der Nahrung die Ursache für fast! alle Krankheiten bei Mensch und Tier, die wir heute kennen?
Natürlich Nahrung enthält außer Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten und Flüssigkeit noch weitere, lebensnotwendige Baustoffe. Die so genannten Vitalstoffe. Vitalstoffe sind im wesentlichen Vitamine, Mineralstoffe (Basen) und Säuren, Spurenelemente und Ballaststoffe. All diese Inhaltsstoffe stehen im Naturfutter (nicht erhitztes Rohfutter) in den richtigen Mengen und Verhältnissen zur Verfügung. Darauf haben sich alle Lebewesen im Rahmen der Evolution eingestellt.
Wird die Nahrung über eine bestimmte Temperatur (über Körpertemperatur) hinaus erhitzt, gehen Flüssigkeit und die lebensnotwendigen Vitalstoffe verloren. Proteine, Fette und Kohlenhydrate, nennen wir es mal die Hardware, bleiben erhalten. Von dieser "Hardware" können wir zwar überleben, werden aber immer von Krankheit und Schmerzen befallen. Es fehlen die gesund erhaltenden Vitalstoffe ganz oder zum Teil.
Die Nahrungs- und Futtermittelindustrien wissen natürlich um diesen Vorgang und die daraus folgenden Gesundheitsprobleme. Sie versuchen diesem Umstand auch bis zu einem gewissen Grad zu begegnen, indem sie künstliche Vitalstoffe, vor allem Vitamine und Spurenelemente, der Nahrung nach der Erhitzung wieder zusetzen. Allerdings hat sich gezeigt, dass diese Methode praktisch erfolglos ist.
Bis heute kennen wir vermutlich nur den geringsten Teil aller Vitalstoffe. Nun kann man erstens nicht zusetzen, was man nicht kennt. Und zweitens ist es bisher nur schlecht oder gar nicht gelungen, die Substanzen die man kennt, in der natürlichen Form zuzusetzen. Zu guter letzt kennen wir auch die Verhältnisse in denen die Vitalstoffe in der Rohnahrung zueinander stehen nur sehr bedingt.
Es nützt nichts und kann sogar gefährlich sein z.B. ein Vitamin, von dem man weiß, dass es durch Kochen abgestorben ist nun wieder zuzusetzen. Denn, da auch die anderen Vitamine mehr oder auch weniger abgestorben sind, stimmt nun das Verhältnis der Vitamine zueinander nicht mehr.
Rohe Lebensmittel, auf die sich die Körper aller Lebewesen, auch die von Menschen und Hunden in der Evolution eingestellt haben, sind somit durch nichts zu ersetzen!
Erhitzte Nahrung, (fast) egal, ob am eigenen Herd, oder bei McDonalds hergestellt, macht uns und unsere Hunde zu den kranken Wesen, die wir eben sind.
Ja, ich stimme Ihnen zu. Das klingt, wenn man sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt hat, unglaublich. Und es ist nicht die offizielle Lehrmeinung. Aber stellen Sie sich mal ein paar Fragen:
- Wer verdient an gesunden Menschen und Tieren?
- Wer könnte daran interessiert sein, dass Menschen und Tiere ständig krank werden?
- Wer kontrolliert und manipuliert die offiziellen Medien und "macht" unsere Meinung?
Zum Beispiel: Wenn die "Guten" töten, werden "Landstriche gereinigt", wenn die "Bösen" töten, "richten sie ein Blutbad an".
- Was läuft nach gesundem Menschenverstand wirklich gut und richtig auf dieser Welt?
- Könnte es sein, dass Dinge absichtlich falsch laufen? Z.B. Hunger, obwohl es mehr als genug für alle zu essen gäbe. Kriege auf der ganzen Welt, obwohl wir uns alle nach Frieden sehnen. Gewalt überall, wo wir alle doch nichts mehr und nichts weniger als geliebt werden wollen. Oder eben lebenslängliche Krankheit, obwohl wir alle gesund ohne jede Krankheit (auch ohne Schnupfen, Husten oder Grippe) leben könnten.
- Wer könnte wollen, dass es Kriege gibt? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer?
- Können Sie, nachdem Sie sich mit diesen Fragen ernsthaft auseinander gesetzt haben noch so einfach all das glauben, was man Ihnen täglich sagt? Durch die Lehrmeinung, die Schulmedizin oder die Massenmedien, wie Fernsehen und Zeitung?
Es ist wirklich als ein Segen zu sehen, dass es heut zu Tage das Internet gibt. Es trägt entscheidet zur Veränderung dieser Welt bei. Schlicht dadurch, dass es nicht in dem Maße kontrollierbar und zensierbar ist, wie die Massenmedien.
Zurück zur Rohernährung. Wir möchten an dieser Stelle niemand mit Fakten überzeugen. Das würde den gewollten Rahmen sprengen. Darüber sind viele Bücher geschrieben worden.
Für uns Menschen verweise ich an dieser Stelle auf ein Buch, nach dessen einfachen Hinweisen wir uns selbst, ausschließlich von rohem Obst, rohem Gemüse und kleine Mengen an rohen Nüssen ernähren:
ROHKOST STATT FEUERKOST von Helmut Wandmaker erschienen im Goldmann Verlag.
Zur Rohernährung von Hunden findet man inzwischen bereits durchweg brauchbare Artikel, sogar in etablierten Hundezeitschriften, und jede Menge Seiten im Internet unter der Stichwort B.A.R.F. (Biologisches Artgerechtes Rohes Füttern)
Industriell hergestelltes Hundefutter, die schlechte/scheinbare Alternative)
Das Hauptübel am Fertighundefutter ist, wie schon gesagt, dass es erhitzt wurde und somit nur noch zum Überleben, jedoch nicht mehr zum Leben geeignet ist.
Industriell hergestellte Nahrung, enthält außerdem wenig natürliche Futtermittel. Der Fleischanteil darf gesetzlich festgelegt 4%! nicht unterschreiten. Fertigfutter enthält Unmengen an billigem, damit für den Hund verdaulich, gekochtem Getreide.
Wir müssen wissen, dass Hunde ihren Energiebedarf im Gegensatz zum Menschen, nicht überwiegend aus Kohlenhydraten, sondern aus Fett decken. Komplexe Kohlenhydrate, wie zum Beispiel Getreidestärke kann der Hund nicht verwerten. Es fehlen ihm die dazu erforderlichen Enzyme (Fermente). Getreide besteht überwiegend aus Stärke. Es verlässt den Hund, wie es ihn "betritt" - vollkommen unverdaut. Wenn sie ganze Körner geben, finden sie diese im Kot völlig unbeschädigt und keimfähig wieder. Hundefutter enthält viel Getreide, da es billiger ist als Fleisch. Es ist allerdings als solches nicht mehr erkennbar und wurde entsprechend verarbeitet, z.B. extrudiert oder gekocht. Dieses verarbeitete Getreide ist in eine, für den Hund verwertbare Form gebracht. Die Molekühlketten der komplexen Kohlenhydrate werden beim extrudieren durch hohen Druck (ca. 60 bar) aufgelöst. Dieser Vorgang ist faktisch eine Form der Vorverdauung, wie sie im Magen des Beutetieres stattfindet. Der Hund kann das Getreide nun verwerten. Allerdings viel unzureichender als Fleisch oder andere tierischen Produkte. Und es ist in höchstem Grade ungesund.
In, für den Hund verdaulicher Form ist Getreide bzw. Stärke im weitesten Sinne mit normalem Haushaltszucker gleichzusetzen. Es macht kaum einen Unterschied, ob Sie Ihrem Hund einen Löffel Zucker, eine Scheibe Brot oder gekochtes Getreide oder Reis, wie Sie es im Hundefutter finden, geben.
Außerdem sind künstliche Zusätze, z.B. Konservierungsstoffe in den gleichen Mengen enthalten, wie bei industriell hergestellter menschlicher Nahrung.
Das beste Beispiel, wie die Gesundheit (und die Figur) dabei auf der Strecke bleibt, ist der Mensch seit über hundert Jahren selbst.
Ihr Hund überlebt es allerdings trotzdem. Der Aufwand den Sie nicht für die richtige Ernährung betrieben haben, entsteht dann aber sowohl zeitlich wie auch finanziell durch regelmäßige Tierarztbesuche.
Wenn zeitweise auf industriell hergestellte Trockenfuttermittel ausgewichen werden soll, ist zu beachten, dass es gewisse qualitative Unterschiede gibt:
Bei schlechterem Futter mit höherem Getreideanteil benötigt der Hund oft mehr als das doppelte. Billigfutter ist tatsächlich oft teurer.
Besseres Futter erkennen Sie in erster Linie an den Häufchen:
- anstatt drei oder vier große Haufen, nur noch zwei kleine Häufchen täglich
- anstatt weicher, breiiger Konsistenz und heller Farbe, fester Kot mit dunkler Farbe
Achtung: Hunde, die länger als ein bis zwei Monate ausschließlich roh ernährt wurden, können zwischendurch nicht einfach mit industriellen Futtermitteln gefüttert werden. Bereits nach zwei bis drei Tagen stellen sich erhebliche Magenprobleme ein. Es wird viel gelber Schleim ausgespuckt. Der Körper versucht bereits nach kurzer Zeit die im Trockenfutter enthaltenen Gifte, die durch das Kochen und Zusatzstoffe, vereinfacht gesagt, entstehen, zu resorbieren. Dies geschieht zunächst meist in Form von Ablagerungen im Fettgewebe (die Hunde werden dick) und durch Bildung fester, abgekapselter Gewebeablagerungen. Diese Abkapselungen liegen oft unter der Haut und sind als harte, manchmal auch weiche "Knuppel" deutlich sichtbar und spürbar. In kurzer Zeit erreichen sie manchmal Eigröße.
Ich spreche an dieser Stelle nicht von Theorie. Als wir einige Tage kein Rohfutter mehr zur Verfügung hatten entstanden diese Auswüchse innerhalb einer Woche (als bereits wieder roh gefüttert wurde) an zwei von vier Hunden.
Das heißt, es kann im Urlaub nicht einfach auf industrielle Futtermittel ausgewichen werden. Das geht nur, wenn der betroffene Hund zusätzlich zum Rohfutter, zumindest alle zwei Tage, etwas Trockenfutter zusätzlich erhält. Damit ist er allerdings immer noch besser ernährt, als 99% der Frauchen und Herrchen selbst.
Wir haben früher, als wir es noch nicht besser wussten, das Futter der schwedischen Marke Bozita verwendet. Bozita verwendet überwiegend Hühnchenfleisch und Nebenprodukte. Die Hühnchen stammen lt. Angabe des Herstellers sämtlich aus Freilandhaltung, was für uns den Grund für die Auswahl gerade dieses Herstellers darstellte. Das Futter des Qualitätssortiments "Robur" ist aufgrund der höheren Fleischanteils "hochwertiger".
Folgendes ergab damals (2003) ein Test, zu dem sich Theo freundlicherweise zur Verfügung stellte:
Ein Junghund mit 60kg benötigt ca. 500g Robur 27/15 täglich. Der Preis lag damals bei ca. 50,-€ pro 15kg. Das Basisfutter von Bozita "Extra", "Spezial" usw. (Preis: ca. 35,-€ pro 15kg) ergab einen Tagesbedarf von ungefähr 800g täglich.
Das Basisfutter ist somit erstens minderwertig, da der arme Theo 300g praktisch umsonst und zudem gesundheitsschädlich durch seinen Körper schleusen musste. Zweitens ist das vermeintlich billigere Futter tatsächlich etwas teurer als die "Robur" Produktlinie, da ja täglich 300g mehr bezahlt werden müssen. Trotzdem sei nochmals gesagt, dass ein Industrienahrungsmittel aus unserer Sicht nie hochwertig ist und wenn überhaupt nur eine Ernährung für den Notfall darstellen sollte.
Achtung: Es kann nicht einfach auf Industriefuttermittel zurückgegriffen werden, wenn kein Rohfutter mehr vorhanden ist. Einmal davon befreit, verträgt Ihr Hund diese Kost nicht mehr. Wenn Sie auf Fertigfutter als Noternährung zurückgreifen möchten, geben Sie Ihrem Hund weiterhin alle paar Tage eine Malzeit Fertigfutter. Dann bleibt nach meiner Erfahrung die Verträglichkeit erhalten. Verwenden Sie nur hochwertigere Sorten, mit hohem Fleischanteil.
Teil II: Biologisches Artgerechtes Rohes Füttern (B.A.R.F.) mit konkreten Fütterungstipps
Hunde ernähren sich auf natürlichen Weg, wie gesagt, in erster Linie von Fleisch, auch in Form von Aas. Zusätzlich benötigen sie auch Knorpel, Sehnen, Innereien (z.B. der viel gelobte Grüne Rinderpansen) und Fett.
A) Was sollte ein Hund/Welpe in welchen Mengen essen
- 70% überwiegend Muskelfleisch und etwas andere Fleischsorten
- 15% Knorpel und Sehnen
- 15% Mägen (Pansen), Innereien (Herz, Niere, Leber, Lunge), Fett/Speck;es können auch mal Eier sein
- gelegentlich harte Knochen zum kauen und spielen (werden nicht gefressen)
Zur Bildung der Darmflora benötigt jeder Hund noch etwas frischen Magen- oder Darminhalt (z.B. Grüner Pansen) oder alternativ jeden Pferdeapfel oder Schafsboppel, den der Hund möchte. Wenn Sie ihm das verbieten macht er es heimlich, denn er kann ohne kleine Mengen an Kot von Pflanzen essenden Tieren nicht ohne Magen-, Verdauungs- und generellen Gesundheitsprobleme leben.
Eine weitere Alternative dazu, ist die Fütterung mit "Aas", das heißt gelagertem Fleisch, einmal die Woche. Bauen Sie sich dazu einen Ratten- und Mäusesicheren Kasten aus Holz, der von oben wasserdicht ist. Die Seitenwände bestehen aus Stahlgittern, so dass ein guter Durchzug besteht. Da hinein legen sie das Fleisch und stellen es an einen luftigen Ort. Je nach Temperatur kann das Fleisch dann verfüttert werden. Im warmen Sommer reichen oft schon 1 1/2 Tage, im Winter kann es eine und länger dauern. Das Fleisch ist richtig, wenn es anfängt etwas zu riechen.
Achtung: Im Kühlschrank aufbewahrtes, vergammeltes Fleisch, ist als Hundefutter ungeeignet. Augrund des mangelnden Luftaustauschs, wird es giftig.
Es ist nicht wichtig, dass Ihr Hund täglich alle diese Dinge zu sich nimmt. Es reicht, wenn die Ausgewogenheit über ca. 2 Wochen hergestellt wird. Jeden Tag benötigt ein Hund nur Fleisch.
B) Was darf ein Hund/Welpe zusätzlich essen
- etwas reifes bis überreifes Obst einmal die Woche
- gelegentlich Eier
C) Was sollte ein Hund nicht essen
- industriell hergestelltes Futter (auch und schon gar keine Leckerlies)
- Gekochtes oder Erhitztes
- Getreide oder Reis (trotz dass Getreide aus Unwissenheit auf einigen B.A.R.F. Seiten empfohlen wird)
- Milch nach der Entwöhnung
- Käse, Quark, Sahne oder andere Milchprodukte
- alle Dinge, die nicht unter A) und B) aufgeführt sind!
Wie füttern wir unsere Hunde - praktische Fütterungsbeispiele
Zunächst sei gesagt, dass wir unseren Hunden seit Jahren, trotz Aujetzki-Virus-Hysterie, bedenkenlos rohes Schweinefleisch geben. Wir halten es hier klar mit den Forschungsergebnissen von Prof. Dr. Antoine Bechkamp, die besagen, dass keine Krankheit ein Lebewesen einfach von außen befällt. Prof. Dr. Antoine Bechkamp hat bereits vor 150 Jahren festgestellt, dass wir auch nicht von böswilligen Viren und Bakterien umgeben sind, die darauf warten uns anzufallen. Wir bilden Viren und Bakterien selber, indem wir Blutzellen umwandeln. Das macht der Körper automatisch, wenn das so genannte "Milieu" nicht stimmt.
Prof. Dr. Antoine Bechkamp: "Das Bakterium ist nichts, das Milieu ist alles!"
Das Milieu stimmt dann nicht, wenn wir uns und oder unsere Hunde z.B. mit gekochten, toten und somit giftigen Nahrungsmitteln ernähren. Der Körper versucht sich nun selbst zu schützen, indem er hilfreiche Viren und/oder Bakterien bildet. Die Viren und Bakterien sind dann so zu sagen die Helferzellen. Das nennt die Schulmedizin dann Krankheit (z.B. Grippe, Virus-Infekt, Schnupfen,...). Durch Medikamente (Antibiotika) werden dann diese selbst hergestellten Helfer (Viren und Bakterien bekämpft). Das ist natürlich für den Patienten äußerst gefährlich, macht aber eine ganze Industrie und deren Drahtzieher reich.
Ich nehme mir auch hier nicht vor jemanden zu überzeugen, das würde wie gesagt unseren Rahmen sprengen. Die Forschungen von Prof. Dr. Antoine Bechkamp und welche Auswirkungen sie auf unser Leben haben sind sehr schön und v.a. sehr kurz beschrieben in:
Mehr Wissen - besser Leben, Depesche 02/2007
Titel: Innerlight - das Licht im Inneren
erhältlich im Sabine Hinz Verlag, Dreikönigsstraße 11a, D-73230 Kirchheim, www.sabinehinz.de
Zurück zu dem, angeblich vom Schwein übertragenen Aujetzki-Virus, stelle ich nun ohne dies näher zu erklären fest, dass meines Erachtens ein ausschließlich roh ernährter Hund, weder selbst Vieren in sog. "krankhaftem" Maß bildet, noch an Viren sterben kann. Informieren Sie sich hierzu einfach selbst an geeigneter Stelle www.kent-depesche.com .
Wenn Sie allerdings auf Schweinefleisch in der Hundeernährung verzichten möchten, verwenden Sie einfach Fleisch vom Rind, Lamm, Ziege, Geflügel oder anderen Tieren. Gekochtes Schweinefleisch zu geben ist sinnlos.
Übrigens:
Zur Vermeidung von Gesundheitsrisiken kaufen Sie Schlachtartikel am besten aus bäuerlicher Freilandhaltung oder von Betrieben, die auch Tiere, die zur Verwertung verwendet werden, ordentlich und würdig halten. Diesen Tieren geht es gut und Sie sind deshalb in der Regel gesünder.
Diese lange Einleitung ist deshalb erforderlich, weil wir bei der Ernährung unserer Irish Wolfhounds einen hohen Anteil Schweineschlund füttern. Schweineschlund enthält zu schätzungsweise 40% gut verdauliche Knorpel. Der Rest ist Fett und Fleisch ungefähr zu gleichen Teilen. Ich konnte noch kein qualitativ so vielseitiges Schlachtprodukt zu einem ähnlich günstigen Preis ausfindig machen. Würde der 20-30% Fleischanteil des Schlundes pur als Fleisch gekauft, wäre das schon teurer als der ganze Schlund.
Der Wochen-Futterplan sieht bei unseren Hunden ungefähr folgendermaßen aus (Beispiel Theo, 4-5 Jahre, 75kg):
1.Tag
800g Fleisch (meist Rindfleisch, aber auch von anderen Tieren)
2.Tag
500g Fleisch, 700g Schweineschlund
3.Tag
500g Fleisch, 500g Innereien, Sehnen und fettige Schlachtabfälle
4.Tag
800g Fleisch (als Aas "präpariert")
5.Tag
500g Fleisch, 700g Schweineschlund
6.Tag
500g Fleisch, 700g Schweineschlund
7.Tag
500g Fleisch, 500g Innereien, Sehnen und fettige Schlachtabfälle
Dieser Plan ist nicht statisch; sondern lediglich als Orientierung gedacht. Theo isst auch mal an einem Tag z.B. 10 Eier und einen halben Schafskopf. An Tagen wo nur Fleisch gefüttert wird, braucht der Hund eine geringere Menge.
Wenn wir Mägen oder Därme von frisch geschlachteten Schafen, Ziegen oder Schweinen (aus der Nachbarschaft) zur Verfügung haben, füttern wir diese mit dem anhaftenden Magen- und Darminhalt. Wenn Sie Grünen Pansen (das heißt nicht abgebrüht und mit anhaftendem Mageninhalt) kaufen, ist als Aas präpariertes Fleisch vermutlich nicht erforderlich. Allerdings wird Ihr Hund das anders sehen, denn er liebt stinkendes Fleisch über alles.
Von Dingen, die in der Natur nicht vorkommen, bzw. die auch das Futtertier nicht frisst, rate ich ab. Im Gegensatz zu manchen B.A.R.F.-Empfehlungen glaube ich, es wäre falsch, Quark, Käse, Sahne oder andere Milchprodukte zu geben. Auch das Rohprodukt Milch steht in der Natur nur Tierkindern zur Verfügung. Kein ausgewachsenes Rindvieh! käme von sich aus auf den Gedanken eine Flasche Milch zu trinken. Weder erwachsene Menschen noch Tiere, können Milch und Milchprodukte verdauen. Nach der Entwöhnung von der Muttermilch, verlieren wir die dazu erforderlichen Enzyme (Fermente) nach und nach.
Auch kaltgepresste Öle kommen in der Natur nicht vor und sind meines Erachtens unnötig bis falsch. Der Fettbedarf wird durch tierische Produkte ausreichend abgedeckt.
Teil III: Spezielle Aspekte bei der Ernährung von Riesenrassen.
Irische Wolfshunde sind die größten Hunde. Riesenrassen überragen ihre wilden Vorfahren an Gewicht und Größe um bis das Doppelte. Sie müssen in fast derselben Zeit, wie ein Wolf (oder ein kleiner Hund) viel schwerer und größer werden. Besonders die Vorderbeine neigen in dieser Zeit zu unkoordiniertem Wachstum, was zu einer Auswärtsdrehung der Vorderbeine am unteren Gelenk führen kann. Jeder Wolfshund hat hier eine mehr oder weniger große genetische Schwäche. Wir müssen unbedingt darauf achten, dass der Wachstumsprozess und die Gewichtzunahme langsam vor sich gehen, damit keine Schädigungen entstehen.
Insbesondere beim Irish Wolfhound Welpen und Junghund sind industriell hergestellte Futtermittel eigentlich nicht möglich.
Lange Zeit bin ich davon ausgegangen, dass der Proteingehalt (Eiweiß) maßgeblich für die Geschwindigkeit des Wachstumsprozesses verantwortlich sei. Das war aber eine überwiegend irrige Annahme.
Wir haben unsere Elterntiere, Theo und Leni, fast ausschließlich mit Trockenfutter aufgezogen, da wir es damals noch nicht besser wussten. Wir haben die zwei damals monatlich gemessen und gewogen. Inzwischen haben wir mehre eigene Welpen, ausschließlich roh ernährt, großgezogen. Die Gewichts- und Größenunterschiede im Alter von genau 6 Monaten stehen für sich.
1) Mit industriell erzeugten, erhitzten Futtermitteln großgezogene Tiere (alle gewogenen Tiere waren sehr schlankt):
Theo 6 Monate: 45 Kilo, 79cm Schulterhöhe (erwachsen ca. 75 Kilo, 92cm)
Leni 6 Monate: 39 Kilo, 75cm Schulterhöhe (erwachsen ca. 68 Kilo, 84cm)
2) Ausschließlich roh ernährte Junghunde
Rüden mit 6 Monaten: um 26 Kilo, 67cm Schulterhöhe
Hündinnen mit 6 Monaten: um 24 Kilo, 65cm Schulterhöhe
Ich staune immer noch und immer wieder! Die erwachsenen Hund, die roh gefüttert werden, erreichen natürlich die gleichen Endgrößen, nur eben viel später.
Es wird also eindrucksvoll klar, dass durch Kochen oder Extrudieren erhitzte Nahrung, zu riesigen Wachstumsschüben führt. Die Folgen davon sehen Sie hier.
Außerdem ist bei Riesenrassen darauf zu achten, dass der Junghund nicht zu fett ist. Bei roh ernährten Hunden kommt dies allerdings kaum vor, denn sie hören zu fressen auf, wenn sie satt sind.Zu dicke Junghunde sind zu schwer. Das gilt zwar für alle Hunderassen, aber gerade bei Riesenrassen leiden die im Wachstum befindlichen Gelenke unter dem zu hohen Gewicht besonders.
Tasten sie dazu die Rippen ihres Hundes ab und achten Sie darauf, dass kein überschüssiges Fett fühlbar ist. Der Züchter führt Ihnen das Abtasten gerne vor.
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist, dass der Kalziumzusatz im Futter für bei Junghunde großer Rassen, sogar nach gängiger wissenschaftlicher Meinung, 1% nicht weit übersteigen sollte. Bei "guten" Markenfuttermitteln für "Junge Hunde großer Rassen" ist das so. Allerdings wissen das, nach unserer Erfahrung, viele Tierärzte nicht und raten im Gegenteil bei Junghunden großer Rassen noch zu zusätzlichen Kalziumpräparaten. Gerade Welpen mit Milchgebiss können in der Natur oder bei Rohfütterung noch keine kräftigen Knorpel (Hauptkalziumlieferanten) fressen. Ihr Stoffwechsel ist nicht darauf eingestellt. Welpen scheiden überschüssiges Kalzium, von zusätzlichen Kalziumpräparaten oder von zu viel Knochen und Knorpelfütterung stammend, in aller Regel umgehend, verbunden mit starkem, schleimigem Durchfall wieder aus. Zuviel Kalzium über einen längeren Zeitraum führt zu Wachstumsstörungen und legensbedrohlichen Folgeerkrankungen.
Wir wollten Ihnen mit diesem Artikel ganz bestimmt nicht die Freude am Leben (mit Ihrem Hund) verderben. Wir möchten informieren und helfen. Wir möchten, dass Sie zumindest nicht ausschließlich und ahnungslos, den Informationen des "Kartells" aus Schulmedizin, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie ausgesetzt sind.
Es würde uns freuen, wenn wir einen kleinen Anstoß geben konnten, damit es Ihnen und Ihren lieben Menschen und Tieren besser geht.
Das geschieht schon, wenn Sie ihren Kindern öfter rohes Obst und Gemüse reichen, oder Ihrem Hund ab morgen immer wieder ein Stück Frischfleisch und rohe Knochen besorgen.
Helmut Keul
Wohlsdorf, im Mai 2007